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500 Jahre europäische Hochwassergeschichte: der Einfluss des Klimawandels

In einer von der TU Wien geleiteten Studie, die diese Woche in der Fachzeitschrift nature erschienen ist, wurde die europäische Hochwassergeschichte ab 1500 untersucht. In diesem Rahmen konnten neun prägnante, von starken Hochwassern durchzogene, Perioden ausgemacht werden. Laut den Forschern rund um Günter Blöschl hat die aktuelle Hochwasserperiode (1990-2016) sich dabei, aufgrund verschiedener Faktoren, stark von denen der letzten Jahrhunderte abgehoben. Mittlerweile treten mehr Überschwemmungen in wärmeren Phasen auf, was sich auf durch den Klimawandel hervorgerufene Veränderungen bei Niederschlag, Verdunstung oder auch Schneeschmelze zurückführen lässt.

Der ganze Artikel lässt sich kostenpflichtig bei der nature einsehen, eine Zusammenfassung vom idw (Informationsdienst Wissenschaft) finden Sie hier.

Was genau ist eigentlich Starkregen?

Starkregen schafft es immer mal wieder in den Wetterbericht sowie in unregelmäßigen Abständen in den persönlichen Alltag. Doch was ist Starkregen eigentlich genau und ab wieviel Niederschlag gilt Starkregen als solcher? Hierzu hat der deutsche Wetterdienst eine Definition parat, die besagt, dass mindestens Regenmengen von:

  • 15 bis 25 l/m² in 1 Stunde oder 20 bis 35 l/m² in 6 Stunden, für eine Starkregenwarnung fallen müssen.

Um dies besser einordnen zu können: 20 l/m² entsprechen 20mm. Zum Vergleich fallen in Berlin im Monat (gemittelter Jahresdurchschnitt) 40mm Niederschlag.

Die kurze Zeitspanne in der Strakregen fällt macht ihn so gefährlich und zu einer der Hauptursachen für Hochwasser.

Das HKC hat im Rahmen dieser Thematik eine Vorsorge-Kampagne der Stadt Bonn begleitet, welche Bürgerinnen und Bürger über mögliche Gefahren rund um Hochwasser aufklären soll. Konkretere Informationen finden sie hier sowie auf www.bonn-unter.de, wo Wohnsitze in Bonn interaktiv auf ihr Hochwasser-Risiko geprüft werden können.

Unwetterwarnungen für Deutschland: der DWD informiert über möglichen Stark- und Dauerregen

Über das Wochenende vom 13.-14.06.2020 haben heftige Gewitter und Starkregen Deutschland heimgesucht. Insbesondere von Sachsen und Bayern bis ins Münsterland blitzte und donnerte es heftig, und wie schon am Samstag waren vielerorts Rettungskräfte im Einsatz, um z.B. vollgelaufene Keller auszupumpen. Eine genaue Einordnung der Geschehnisse und der aktuellen Wetterlage hat Dipl.-Met. Martin Jonas vom deutschen Wetterdienst vorgenommen.

 

Über den hinterlegten Link gelangen Sie darüber hinaus zur Unwetterwarnungskarte des DWD, welche immer aktuell über mögliche Unwetter-, Stark- und Dauerregenereignisse informiert.

grünes Transformationsprojekt: „Climate District“-Initiative

Ein schönes Projekt im Bereich der Retentionsflächen wurde vom Architekturbüro SLA in Kopenhagen umgesetzt: Sie haben, im Rahmen der „Climate District“-Initiative, einen urbanen Raum zu einem Regenwasserschutzgebiet umgestaltet. Dazu wurden 586 neue Bäume gepflanzt, zu denen bei Starkregen das Wasser geleitet wird und langsam versickern kann. Der zugehörige Artikel des Magazins "polis" ist hier zu finden.

 

Thematisch angelehnt an das Projekt lässt sich die aus dem Forschungsprojekt "MURIEL: Multifunktionale Retentionsflächen" entstandene Arbeitshilfe empfehlen. Per Klick auf den hinterlegten Link gelangen Sie direkt zur PDF (22,66 MB).